Historie

Das Städtische Atelierhaus am Domagkpark wird seit 2009 vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München betreut. Die Stadt München hatte das „Haus 50“ und die frühere Panzerwartungshalle der ehemaligen Funkkaserne an der Domagkstraße 2007 angekauft und für 5,35 Millionen Euro saniert. In dem dreiflügeligen Gebäude sind 101 Ateliers, die alle fünf Jahre neu an Münchner Künstlerinnen und Künstler und - für kürzere Zeiträume - an Gäste aus dem Ausland vergeben werden.

Das Haus ist geprägt von der Vorgeschichte des Areals, das seit den 1990er Jahren vielseitig und auch intensiv künstlerisch zwischengenutzt war. Zeitweise hatten hier bis zu 300 Kreative aus verschiedenen Bereichen gearbeitet. Sie hatten ehemals militärisch genutzte Kasernengebäude angemietet, die nach der Schließung der ehemaligen Funkkaserne frei geworden waren. 2006 ist das gesamte Gelände, das bis dahin dem Bund gehörte, zum Zwecke des Wohnungsbaus an die Stadt verkauft worden. Damit endeten die Zwischennutzungen. Der Abriss der alten Gebäude und der Bau von Straßen und Infrastruktur für das neue Quartier mit etwa 1.600 Wohnungen begann.

Die Transformation des Geländes wird seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten von Kreativen mitgestaltet. Es wird eine Herausforderung für die Künstlerinnen und Künstler im Städtischen Atelierhaus am Domagkpark bleiben, die Veränderungen ihrer Umgebung konstruktiv zu begleiten. Erfreulich ist, dass auf dem Gelände genossenschaftlich finanzierte Gebäude realisiert werden, die Wohnen und künstlerisches Arbeiten verbinden.

Kunst und Kultur wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen für das Stadtquartier im Norden Schwabings.

Chronologie

2014 bis 2019
Ab Mai 2014: Zweiter Belegungszeitraum für das Städtische Atelierhaus am Domagkpark. Über 100 Künstlerinnen und Künstler haben hier für fünf Jahre günstige Arbeitsmöglichkeiten.

ab 2013
Bauarbeiten rund um das Atelierhaus - ein neues Quartier mit ca. 1.600 Wohnungen entsteht im Norden Schwabings.

2009 bis 2014
Erstmalige Belegung des städtischen Atelierhauses: Vergabe der Ateliers an Künstlerinnen und Künstler, die Abrissgebäude auf dem Gelände zwischengenutzt hatten.

2007 bis 2009
Abriss der ehemaligen Kasernengebäude, die vielfältig zwischengenutzt waren. Erhalt des „Hauses 50“ durch die Stadt München, Umwandlung in ein städtisches Atelierhaus, Sanierung für 5,35 Mio. Euro

seit 2002
Städtebauliche Entwicklung eines neuen Wohnquartiers im Norden Schwabings

ab 1993
Zwischennutzungen auf dem Areal der ehemaligen Funkkaserne - als Flüchtlingszentrum, Künstlerkolonie, Partylocation - und bis heute als Polizeistandort

bis 1992
Militärische Nutzung des Geländes an der Domagkstraße